#068 - Partizipation von Anfang an im Interview mit Kindheitspädagogin Jenny Turbanska

Partizipation ein Erziehungsstil mit wunderbaren Folgen für die Kleinsten 

Partizipation von Anfang an, vermutlich fragst du dich gerade, „Partizip.... was.“. So ging es auch mir als ich das erste Mal auf das Erziehungskonzept der Partizipation, auf dem Instagram Kanal der lieben Jenny @reisezumglück aufmerksam wurde. 

@reisezumglück Jennifer Turbanksa


Ich bin ganz ehrlich, ich habe mich nicht groß mit Erziehungskonzepten auseinandergesetzt, sondern habe auf meine eigenen Werte vertraut und hatte nur immer die Worte von meinem Papa im Kopf:

„Erziehung ist Liebe und Vorbild“ – 

und daran halte ich auch weiterhin fest. Unsere Kinder sind ein Spiegel unserer Selbst, die Werte, die wir jeden Tag leben werden zu ihren. Deswegen war mir von Anfang wichtig, dass wir ihr authentisch auf Augenhöhe begegnen und ihr nie das Gefühl geben, sie ist dieses kleine hilfsbedürftige Wesen ist, was noch nichts kann und dem wir jetzt die Welt erklären. Vielmehr stand für uns von Anfang an fest, wir wollen die Welt mit ihr gemeinsam nochmal entdecken, wir wollen ihr alles Vertrauen und alle Sicherheit schenken, die Welt mit ihren Augen zu sehen und ihre Gefühle und ihren Bedürfnissen von Anfang an in unserem Familien-Konstrukt Raum geben.

Ich bin kein Mensch der etwas over-engineered, sondern schaffe mir Basiswissen und höre meist auf meinen Bauch und handele danach. So bin ich auch das Thema Erziehung angegangen, bzw. sind wir das Thema Erziehung angegangen.

Partizipation von Anfang an


Mir hat Jennys ihr Instagram Account (@reisezumglück) von Anfang an mega gefallen und ihr virtueller Morgenkreis, war der Startschuss meiner Kinderlieder Gesangskarriere. Der pädagogische Einblick, den sie in ihren Alltag mit dem kleinen Wirbelwind gegeben hat, hat mich inspiriert. Es zahlte auf meine Vorstellungen von Erziehung, meine Werte und unserem Zusammenleben als Familie ein und spiegelte das wieder, was wir jeden Tag leben.

Denn Partizipation heißt nichts anderes als „Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Einbeziehung und Mitbestimmung“. Meinem Mann und mir war es von Beginn an wichtig, dass wir ihr alle Möglichkeiten geben möchten, sie zu einem selbstbewussten und durchsetzungsstarken kleinen Menschen zu machen. Der Grundbaustein von Selbstbewusstsein, ist Vertrauen in sich selbst und genau das sehen wir als unsere Aufgabe. Ihr Vertrauen in sich selbst zu schenken, in dem wir ihr Vertrauen schenken sich in ihrem Tempo zu entwickeln.

Anstatt ihr alles abzunehmen, feuern wir sie an über ihre eigenen kleinen Grenzen hinaus zu wachsen und geben ihr gleichzeitig immer das Gefühl ihr Back-up zu sein, was unterstützt und den Weg aufzeigt, wenn es noch nicht so will wie sie.

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Jetzt könnten manchen denken, „Mitbestimmung und Teilhabe“ wie soll das bitte funktionieren bei einem Baby und geht das nicht zu weit.

Natürlich gilt es, dies auf die Fähigkeiten des Kindes anzupassen, aber Partizipation ist in der Tat von Beginn an möglich.

In der Podcastfolge geht Kindheitspädagogin Jenny explizit darauf ein, wie das möglich ist:

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So viel kurz und knapp vorab, Teilhabe fängt schon damit an, dass man weiß was gerade mit einem geschieht. Das heißt, redet mit euren Babys von Beginn an. Nehmt sie nicht einfach hoch, sondern kündigt eure Handlungen an und erklärt beim Wickeln, Stillen, Schlafen gehen was gerade passiert.

Wenn sie größer sind, fragt eure Kinder wo und von wem sie gewickelt werden möchten, was sie essen möchten und wer sie auf Töpfchen begleiten soll und wer sie ins Bett bringen soll.

Mir hat geholfen, mir immer vor Augen zu führen, wie ich möchte, dass man mit mir umgeht und ich habe auch keine Lust darauf, dass mir jeden Tag jemand ein Käsebrot zum Abendessen hinlegt oder mir aufdiktiert wird was ich anzuziehen habe.

Natürlich findet dies alles in festgelegten Rahmen bzw. Grenzen (ich mag diese zwar Wort nicht) statt, aber ab einem bestimmten Alter ist es auch wichtig die Folgen seiner Entscheidung zu spüren und zu fühlen, um daraus zu lernen. Genau das grenzt den Erziehung Stil der Partizipation von dem Laissez-Faire ab.

Deswegen verstehe ich meine Funktion und Aufgabe als Mama, als Wegbegleiter und als Vorbild. Als jemand der ihr mehr Vertrauen schenkt, als jemand der für sie da ist, wenn sie gefallen ist und sie motiviert aufzustehen und es nochmal zu probieren, als jemand der ihre Gefühle achtet und respektiert und ihnen Gehör schenkt auch wenn ich sie nicht immer nachvollziehen kann, als jemand der ihr beibringt ihre Bedürfnisse klar zu äußern, aber auch lernt, für die Gemeinschaft Kompromisse einzugehen. Warum ich das mache?

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Um die Basis zu schaffen, dass sie sich zu einem eigenständigen, selbstbewussten kleinen Menschen entwickeln kann, der für seine Bedürfnisse kämpft, im Rahmen eines eigenen Wertesystems, das auf Loyalität, Ehrlichkeit und Liebe fußt.

Manchmal erdrückt mich diese Verantwortung, in dem Moment erinnere mich daran, meinen Kopf auszuschalten und auf meinen Bauch und mein Herz zuhören, den jeden Tag zeigst du kleiner wundervoller Mensch mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Danke das ich deine Mama sein darf, du kleiner Knutschkeks.

Viel Spaß beim reinhören.

Eure Sandra

Kleiner Buchtipp aus der Podcastfolge:

Das Gewünschtes Wunschkind treibt mich in den Wahnsinn

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